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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Subspace Radio Interview mit Mike Apolis



Xaben
15.10.2010, 07:47
Subspace Radio führte auch ein zweites Interview mit einem speziellen Fokus auf User Generated Content.
Mike Apolis der "Lead Environmental Artist" und einer der Hauptverantwortlichen für UGC stellte sich den Fragen.

Mike ist Designer und tätig bei allem was Interieur, Weltraum,... betrifft. Seiner Meinung ist STO perfekt für UGC geeignet, vorallem wegen der starken und produktiven Fanbase.
weiterlesen... (http://sto.buffed.de/board/content/688-Subspace-Radio-Interview-mit-Mike-Apolis)

Xaben
15.10.2010, 07:50
Eieiei, vieeele Informationen. Leider schrecklich zu hören das Interview, da erstens fast 1,5h lang und laute Hintergrundmusik.
Aber was da so auf uns zukommt in Staffel 3, klingt sehr mächtig! :) freu mich tierisch

Alexander T Miller
15.10.2010, 08:28
jop das hört sich alles sehr gut an,. aber ist dieses UGC nicht auch ein weg ..das eine Entwicklungsfirma sich aus dem geschäft herauszieht ?

Calvert
15.10.2010, 09:39
SubspaceRadio: Wie wird die Missionserstellung moderiert?
Mike: Spieler können sich als sogenannte "Reviewers" anmelden. Die zur Veröffentlichung freigegebenen Missionen werden zuerst von den Reviewern getestet. Diese können sie kommentieren und bewerten (5-Sterne-Prinzip). Danach werden die Missionen für alle Spieler zugänglich. Diese Kommentare und Bewertungen werden kontrolliert und notfalls von uns angepasst. Reviewers die ihre Stellung unangebracht nutzen, verlieren diese Fähigkeit.
Die GMs können dennoch schnell reagieren und wenn nötig Missionen aus dem Spiel nehmen. Alle Missionen die von den Reviewern abgelehnt wurden, werden dennoch von Cryptic begutachtet.


Dies sehe ich bereits jetzt als Problem. Ich habe ja keine Ahnung wie viele deutsche Spieler "Reviewer" werden, doch wenn man unsere Inhalte erst auf diese Weise freischalten muss (die Wahrsheinlichkeit, dass die Reviewer kein Deutsch können ist groß), werden wir es möglicherweise vergessen können, Inhalte in deutscher Sprache zu erstellen.
Möglicherweise eine Frage, die jemand im nächsten Ask Cryptic stellen könnte. Vielleicht kriegt man hierzu auch mal eine Antwort.

Elvorien
15.10.2010, 09:47
Das verdient einfach nur ein *doh*.

Erst Inhalte bereitstellen und dann möglichst effektiv verhindern, dass sie benutzt werden.
Und sie haben schon bei dem komischen Spielerrat keine Deutschen reingenommen, ob sie uns jetzt als Reviewer nehmen, bezweifel ich.

Xaben
15.10.2010, 13:18
Ich hab die Frage auch schon im Forum gestellt... wird es überhaupt möglich sein/erlaubt sein rein deutschsprachige Inhalte zu erstellen?

Ich glaube nämlich eher nicht...

DixonHill
15.10.2010, 13:57
Ohman, das ist doch total unnütz und unnötig aufwendig. Wie viele Reviewer soll es denn dann geben? Dutzende? Hunderte? Das angedachte Bewertungssystem (Gut bewertete Missionen erscheinen im Mission Contact Menü usw, sind schnell zu finden) und eine Meldefunktion sollten doch ausreichen um die Spieler vor schlechten Missionen zu "schützen".

Calvert
15.10.2010, 15:44
Es wird sicherlich auch wieder zu vielen Beschwerden, Geflame, Unmut und noch mehr Leuten aus den anderssprachigen Gebieten führen, die das Spiel deswegen verlassen. Betrachtet man den Gedanken hinter Star Trek ist dies schon sehr sehr traurig.
Leider wird man sich ja auch nicht offiziell auf den deutschen Foren beschweren können, da dies gegen die Richtlinien verstößt.

Für die englisch sprechende Community ist es aber natürlich ein Segen.

Elvorien
15.10.2010, 16:05
Ich glaube nicht, dass es eine reine Idee von Cryptic war, eher die Vorgaben der Star Trek Lizenzhalter, die uns immer wieder mit kleinen Beschränkungen im Star Trek Online Universum belästigen.

Was soll denn auch passieren? Haben sie angst vor Diskriminierung und Diffamierung? Vielleicht sogar ihrer eigenen Leute? Wen interessieren denn Cryptic Mitarbeiter, wenn man Data einbauen kann! Eine Option, Missionen, die jenseits von gut und böse sind, zu melden, würde vollkommen ausreichen.

Kazat
15.10.2010, 18:22
Dann müßen sich Deutsche als Reviewer eben auch anmelden (bevorzugt welche, die des engl. mächtig sind), und wo steht es, daß Anderssprachige keine Missionen erstellen dürfen?

Davon abgesehen, ich würde es dennoch tun mit dt. Texten, dann sehen sie aktiv, daß Lokalisierung gewollt ist, daß sie nun sehen: Ja, es gibt dt. Spieler und sie wollen lokalisiert spielen. :nod:

Algo
15.10.2010, 18:49
Wäre sicher sinnvoll direkt verschieden Sprachversionen hinterlegen zu können oder? Also direkt Englisch/deutsch. Oder dass jemand anderes die Mission dann auf Französisch übersetzen kann z.b. ... Aber daran hat Cryptic sicher nicht gedacht :/.

MfG Michael

Elvorien
15.10.2010, 20:18
Denk einfach dran, dass ihre Texte ohnehin hardcodiert vorliegen. Gedacht haben die schon, aber nicht nachgedacht. ^^


@Kazat
Klar, am besten melden sich so viele an, bis das System "Stopp" sagt. Ob dann Deutsche ausgewählt werden, steht auf einem ganz andren Blatt.
Wir haben nicht mal mehr "eigene" Com Reps (die nur für die Com arbeiten und nicht noch 10 Sachen nebenher machen), andere Sprachen gehen denen einfach peripher vorbei.

Obrim
15.10.2010, 20:27
Na prima - da wird das Tool schon so umfangreich, und dann werfen sie einem wieder den Lokalisierungsknüppel zwischen die Beine...

Ernsthaft: Wenn das UGC-Tool rauskommt, wird wohl so ziehmlich JEDER es nutzen wollen, um seine eigenen Missionen erstellen zu dürfen. JEDER. Und dann soll das ganze auch noch getestet und bewertet werden, bevor man es spielen darf?

Gehen wir mal davon aus, dass die gesamte Spielerschaft den Wert X beträgt. Von diesen X werden vermutlich mindestens n*X das Tool gleich zu Beginn austesten, die Variable n wird vermutlich zu Beginn ~0.75 betragen. Abhängig vom Tool wird sie steigen oder sinken. Wenn man bedenkt, dass manche vielleicht gleich das Handtuch werfen werden und manche im Tool aufblühen und mehrere Missionen kreiren werden, so lässt sich annehmen, dass die Zahl der Missionen vermutlich T*n*X betragen wird. T entspricht der Anzahl der Tage seit Veröffentlichung.

Nun muss die Mission aber vorher getestet werden. Und zwar gleich von mehreren Spieler, andernfalls macht ein Bewertungssystem keinen Sinn. Es müssen also mehrere sein. Da man diese Missionen auch mit mehreren Spielern spielen kann, sollte die Mission jedoch mehr als einmal durchgespielt worden sein - also entspricht die Variable R der Reviewer im Idealfall mindestens zwei Truppstärken, also Zehn. Wodurch dann eine Einseitige Bewertung aufgrund eines Teams oder einer Einzelperson mit relativ hoher Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen werden kann, zumal die zehn Personen wohl kaum als zwei 5er-Teams zum Testen ziehen werden...

Wenn wir mal davon ausgehen, dass man die Missionen nicht im Minutentakt erstellen werden kann, sondern es etwas dauert, bis die Texte geschrieben sind, etc. Würde ich mal sagen, dass bei einer Mission mit einem ausgewogenen Text-Aktions-Verhältnis das Erstellen wohl zehnmal so lange dauern wird wie das durchspielen - bei zehn Reviewern wird man also davon ausgehen dürfen, dass in der Zeit, in der eine Mission erstellt wurde, sie auch getestet werden kann und man so bei EINEM Ersteller und ZEHN Testern von einem relativ konstanten Missionsfluss ausgehen könnte.

Nun bekommt man jedoch ein Personalproblem, denn Cryptic wird maximal über (1-n)*X Reviewer verfügen, von denen, die weder erstellen noch testen, sondern nur spielen (und die damit wohl nach der ersten Woche eine Mehrheit darstellen werden), mal ganz abgesehen, denn man wird nicht zeitgleich Testen und Erstellen können, sodass Mehrfachbelegungen in dieser Rechnung keine Rolle spielen.

Wenn man nun also der Einfachheit halber von einem relativ ausgewogenen Erstellen-Testen-Verhältnis ausgeht (welches so garantiert nicht gegeben sein wird), so gibt sich folgende Gleichung:

Für die Anzahl der dazukommenden Episoden:
f(T)= n*X*T

Für die Anzahl der getesteten Episoden:
f(T)= T*((1-n)*X)/R)

Man sieht also, dass abhängig von n (der Tendenz, das Tool zu nutzen), mehr Episoden erstellt oder getestet werden.

Das Paradoxon hierbei ist, dass, je besser das Tool wird, desto mehr Personen werden es nutzen werden. Je mehr Personen es nutzen, desto weniger können es testen. Je weniger Personen testen, desto weniger Episoden werden freigeschaltet. Infolgedessen wird man, wenn (aufgrund schlechter Qualität) n gegen 0 tendiert, immer mit dem Freischalten nachkommen, und wenn n (aufgrund guter Qualität) gegen 1 tendiert, man einen stetig wachsenden Überschuss an ungetesteten, nicht freigeschalteten Missionen haben.


Die Ungleichung für die Tendenz des Über-/Unterschusses wäre dann:

n*X =/= ((1-n)*X)/R

Um für einen stetigen Strom neuer, FREIGESCHALTER Missionen zu sorgen, hat Cryptic daher entweder die Wahl, die Bürokratie und damit R, die Anzahl der nötigen Tester pro Episode, zu verringern und gleichzeitig dafür zu sorgen, dass ausreichend Tester vorhanden sind, oder sie müssen über ein Schlechteres Interface die Tendenz n heruntersetzen, sodass bei R=10 eingesetzt in die Gleichung

n*X = ((1-n)*X)/R

n=1/(R+1) (hier: n=1/11) herauskommt. Folglich dürften nur rund (100/(R+1))% der Spieler (in diesem Fall 9%) die Missionen erstellen, während der gesamte Rest zum Testen eingespannt wird - dass bei so einem System nichts gutes bei rauskommen kann, ist klar. Insbesondere dann, wenn die Tester nicht mal die eigene Sprache sprechen, obwohl diese doch offiziell unterstützt wird.

In diesem Sinne, einen schönen Abend noch...
Obrim.